Winkelstehfalz
Der Winkelstehfalz ist im Bereich der traditionellen Klempnertechnik eine vergleichsweise junge Entwicklung: Erst seit Beginn des 20. Jahrhunderts wird er durchgängig in der Fachliteratur erwähnt. Bei Dachneigungen ab 25 bzw. ab 35 in schneereichen Gebieten stellt er den Regelfall dar. Das einfache Schließen der Falze zum Winkelstehfalz führt im Vergleich zum Doppelstehfalz zur besseren Aufnahme von temperaturbedingten Längenänderungen, Dehnungszwänge treten nicht auf. Als Resultat erhält man eine Oberfläche mit reduzierter Wellenbildung.
So findet der Winkelstehfalz seine Anwendung vorzugsweise im gestalterisch sichtbaren Bereich stärker geneigter Metallbedachungen und z. B. bei Brüstungen, Attiken oder Mansardenschrägen; sei es in klassisch vertikaler, schräger oder horizontaler Anwendung. Optisch breiter wirkend als der Doppelstehfalz, erhalten auch großflächige Objekte mit dem Winkelstehfalz eine lebendig-markante Struktur.
Lebendig-elegante Struktur auch bei großen Flächen
Konische Flächen, konkav und konvex gerundete Flächen ausführbar
Für Dachneigungen ab 25 (35 in schneereichen Gebieten)
Markante optische Gliederung der Dachflächen durch ca. 12 mm
Falzbreite Einfache und rationelle Verlegung
Regensichere Längsfalzverbindung
Verwendung von vorprofilierten Scharen
Scharlängen bis 10 m möglich (im Sonderfall bis 16 m)